• Benno

Bildbearbeitung mit Lightroom

Aktualisiert: Jan 31

Sammelbeitrag mit Grundlagen-Infos und vielen Tutorials.



Was ist Lightroom und wofür brauche ich das?


Nicht nur ich, sondern der Großteil an Fotografen arbeiten mit den Produkten von Adobe. Für die Bildbearbeitung relevant sind da neben Photoshop vor allem Lightroom und Lightroom Classic. Die beiden letzteren eignen sich nicht nur für die Bearbeitung und die damit verbundene Entwicklung von RAW-Fotos, sondern auch für die Organisation eurer gesamten Fotos. Lightroom Classic ist die Version, die die alten Hasen als das "normale" Lightroom kennen, nämlich die vollumfängliche Version, die ihr (nur) am Computer verwenden könnt. Das Lightroom ohne Classic hinten dran ist heute die Version, die ihr nicht nur am PC, sondern auch auf Mobilgeräten (Tablets & Smartphones) verwenden könnt. Hier werden dann alle Bilder und Einstellungen mit der Cloud synchronisiert und ihr könnt am selben Projekt gleichzeitig an verschiedenen Geräten arbeiten. Nachteil ist ein etwas reduzierter Umfang an Möglichkeiten bei der Bearbeitung und auch in der Bibliothek.


Zu möglichen Lightroom-Alternativen gibt es auch einen Artikel, den findest du hier.


Wie komme ich an Lightroom?


Lightroom gibt es nur noch als Abo in der sog. Creative Cloud von Adobe, d.h. du musst monatlich oder jährlich dafür bezahlen, dass du ein lizenziertes und aktuelles Programm nutzen kannst. Aktuell, weil du automatisch mit Updates und Neuerungen versorgt wirst und deine Software somit nie veraltet sein wird. Vor einigen Jahren gab es Lightroom noch als klassische CD oder zumindest als Vollversion, die man einmalig bezahlen musste und dann theoretisch sein Leben lang nutzen konnte. Theoretisch, weil die Software irgendwann veraltet war und man sich eine neue Lizenz kaufen musste. Bis auf einige wenige Ausnahmen auf Ebay & Co. wirst du solche sog. Standalone-Versionen nicht mehr finden, zumal die letzte Version von 2017 ist und sich seitdem einiges getan hat.


Wenn du mehr erfahren möchtest zum Thema Abo-Modelle von Lightroom, also welche es da gibt, welche empfehlenswert sind und was die kosten, dann schau dir das erste Video aus unserer Reihe "LIGHTROOM - Die ersten Schritte" an:




Der Funktionsumfang von Lightroom Classic im Überblick


Bildverwaltung in der Lightroom-Bibliothek


Wie schon gesagt, dient Lightroom der Verwaltung von euren Bildern. Diese werden in Ordnern innerhalb eines Katalogs angelegt und dort ggfs. weiter strukturiert. Dabei zum Einsatz kommen bspw. Sammlungen und Smart-Sammlungen, aber auch Bewertungen und Markierungen, die du vornehmen kannst, um relevante Bilder herauszufiltern und somit effizient zu arbeiten.


Am Anfang steht der Import eurer Bilder in den Katalog, in diesem Video zeige ich euch, wie das geht und erkläre auch, was ein Katalog genau ist:


Nach dem Importieren geht es weiter mit dem Strukturieren, denn im Katalog liegen irgendwann zu viele Bilder, um sich durch alle Ordner mit hunderten Fotos zu klicken, um die gewünschten Bilder zu finden. Wir können neben der normalen Ordnerstruktur, die in der Regel nach der Aufnahmezeit geordnet ist, auch weitere Strukturen anlegen, um bspw. Bilder mit einem bestimmten Motiv zu sammeln. Dazu dienen die Sammlungen. Zum Beispiel kannst du dir eine Sammlung mit allen privaten Fotos anlegen, oder eine, in die ausschließlich Portraits kommen. Zusätzlich kannst du Lightroom beauftragen, automatisch Sammlungen - die sog. Smart-Sammlungen - anzulegen, bspw. mit Bildern, die eine bestimmte Bewertung haben oder andere Kriterien aufweisen.


Doch irgendwann werden auch diese Sammlungen zu groß oder zu viele, sodass die Filter-Funktion von Lightroom wichtig wird. Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten, bspw. nach Tags (Stichwörtern), nach Sterne-Bewertungen oder nach Metadaten zu filtern. Damit du es dir besser vorstellen kannst oder auch wenn du noch Hilfe bei der Verwaltung deiner Bilder brauchst, dann ist dieses Video perfekt:


Bildbearbeitung im Modul "Entwickeln"


Du willst deine Bilder ja nicht nur sortieren, sondern auch bearbeiten. Im Idealfall musst du das sogar, denn wer mit Lightroom arbeitet, der kann seine Fotos im RAW-Format aufnehmen. Das hat entscheidende Vorteile, denn du hast im RAW-Format unzählige Daten gespeichert, die beim JPEG-Format verloren wären. Bei der Bearbeitung kannst du dann auf diese Informationen zurückgreifen und bspw. Strukturen im Himmel oder in den Tiefen des Fotos wieder sichtbar machen, obwohl diese beim JPEG bspw. bei einem vermeintlich ausgebrannten Himmel verloren gewesen wären. Meine eindeutige Empfehlung lautet daher: Nimm deine Bilder IMMER im RAW-Format auf.


Allerdings ist ein RAW-Bild wie der Name schon sagt noch "roh" und kann bspw. nicht direkt auf Instagram hochgeladen oder ausgedruckt werden. Auf den ersten Blick sind ohnehin alle Farben ganz blass und es sind weniger Kontraste vorhanden, als bei einem JPEG-Bild. Das ist der Sinn der Sache, denn diese Dinge kannst du nun "entwickeln" - du holst die Kontraste raus, lässt die Farben zur Geltung kommen und so weiter. Ein RAW-Foto braucht also zwingend eine Entwicklung, bei 1000 Bildern im Urlaub kann das zeitaufwändig sein, aber a) lohnt es sich, weil die Bilder besser werden und b) kannst du auch mit sog. Presets arbeiten, um bspw. eine gewisse "grundlegende" Entwicklung gleich über mehrere Bilder zu legen, ohne das für jedes Einzelbild machen zu müssen. Alternativ ist es auch möglich, der Kamera zu sagen, dass sie das Foto sowohl als RAW-Datei, als auch als JPEG speichern soll. So kannst du den Bearbeitungsjob der Kamera überlassen - JPEGs sind auch bearbeitet, aber eben von der Kamera - und nur bei Bedarf das Potenzial ausgewählter RAW-Dateien voll ausschöpfen, wenn die Kamera da Mist gebaut hat oder eben zu viele Details verloren gegangen sind.


Nach meinem Plädoyer für das RAW-Format nun aber noch einige Infos zu deinen Möglichkeiten bei der Bearbeitung mit Lightroom. Neben den grundlegenden Einstellungen (Weißabgleich, Farben, Lichter, Kontraste, Schärfe usw.) haben wir auch Funktionen der Bildoptimierung (Objektivkorrektur, Entfernung chromatischer Aberrationen), der Bildgestaltung (Zuschnitt, Transformation, Vignette usw.) zur Verfügung. Dazu kommen lokale Anpassungsmöglichkeiten mittels Verlaufs- und Radialfiltern oder dem Pinsel. Auch einfache Retusche-Arbeiten mit einem Stempel sind möglich.

Das war jetzt der Schnelldurchlauf. Ich bräuchte sehr lange, um dir hier alle einzelnen Funktionen schriftlich zu erklären und es ist auch zweifelhaft, ob es auf diesem abstrakten Wege wirklich hilfreich ist. Zum Thema der Bearbeitung gibt es von uns keine Tutorials, sondern einen individuellen Kurs, den ich dir hier anbiete. Im Kurs haben wir genug Zeit, uns entweder alle Einstellungsmöglichkeiten oder bspw. nur die anzuschauen, bei denen du noch Hilfe brauchst. Außerdem findet das ganze an deinem PC, in deiner Lightroom-Bibliothek und mit deinen Bildern statt und du wirst von mir nur angeleitet, denn du sollst ja nachher selbst in der Lage sein, DEINE Bilder SELBST perfekt zu bearbeiten. Also, schau gerne mal vorbei. Der obige Ling führt zum Kurs der Bildbearbeitung von Hundefotos, aber wenn du die gar nicht machst, dann bekommst du hier die Übersicht über alle Kurse von mir.

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