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  • AutorenbildBenno

Rollei Easy Traveler

Mit Rabattcode! Zum Start der neuen Serie habe ich das Fotostativ Easy Traveler XL von Rollei geschickt bekommen, um es vor der Markteinführung zu testen. Ich möchte es dir hier mit seinen technischen Daten vorstellen und meinen persönlichen Eindruck schildern.



Technische Daten
  • Material: Carbon

  • Gewicht: 1,34 kg

  • Packmaße: 50,5cm

  • Arbeitshöhe: 14cm - 132cm (max. 166cm)

  • Teilbare Mittelsäule

Das Stativ ist dank des Carbon sehr leicht und bringt nicht mal 1,5kg auf die Waage, sodass es dem Produktnamen definitiv gerecht wird. Im Vergleich: Mein Lion Rock "Traveler" wiegt 1,75 kg mit Kugelkopf und das ist schon sehr beachtlich bei der Stabilität, die es mitbringt. Ob man das eingesparte Gewicht des Easy Traveler merkt, lest ihr weiter unten in meinem Erfahrungsbericht.


Durch eine teilbare Mittelsäule lässt sich das Stativ sehr bodennah ausrichten, wodurch die minimale Arbeitshöhe von nur 14cm erreicht wird. Sind alle Beinsegmente hingegen ausgefahren, kommt man auf angenehme 132cm. Bei ausgezogener Mittelsäule sind es sogar 166cm.



  • Umbau zum Einbeinstativ möglich

  • Smartphone-Halterung in der Mittelsäule integriert

  • Anschluss von Zubehör an der Stativschulter möglich

  • Vorinstallierte Spikes

  • Panorama-Kugelkopf

Wie bei vielen Stativen auf dem Markt hat auch das Easy Traveler die Funktion spendiert bekommen, dass sich ein Bein herausdrehen und sich darauf der Kugelkopf befestigen lässt, sodass man sich den Erwerb eines extra Einbeinstativs sparen kann. Der Monopod kann dann immer noch 5kg tragen - das sollte für die meisten Einsätze, bei denen die Flexibilität eines Einbeins gefragt ist, völlig ausreichen.


Ganz witzig ist die Smartphone-Halterung, die sich in der Mittelsäule versteckt hat. Man kann diese durch Herausschrauben des Hakens entnehmen und dann auf dem Stativ anbringen, um dann stabile Aufnahmen mit dem Handy zu machen. In der Regel hat man ergänzend zum Stativ die Kamera dabei, sodass das eher selten benötigt wird. Aber wenn doch, hat man die Halterung immer griffbereit.



Sehr hilfreich sind die beiden 1/4-Zoll Gewinde an der Schulter des Stativs. Dadurch lassen sich weitere Gegenstände befestigen, etwa eine weitere (kleine) Kamera oder andere Gegenstände wie Lichter oder Monitore. Nimmt man die Gummifüße ab, werden die fest verbauten Spikes sichtbar, die dem Stativ auf weichem bzw. losen Untergrund den nötigen Halt geben. Ich persönlich finde sie nicht ganz so gelungen - doch dazu später mehr.


Der Kugelkopf ist definitiv das Interessanteste bei meinem Test gewesen, da Rollei sich hier etwas wirklich neues hat einfallen lassen. Wie gewohnt gibt es die Möglichkeit, den Kopf um 360 Grad zu drehen, was sehr geschmeidig funktioniert. Die dafür zu lösende Schraube finde ich äußerst sinnvoll angebracht. Sie ist mit dem Lösemechanismus der Schnellwechselplatte kombiniert, was die Anzahl der Schrauben am Kopf reduziert und sie dazu perfekt erreichbar macht. Das eigentliche Kugelgelenk lässt sich mit einem Hebel fixieren bzw. lösen, was wirklich einfach geht und somit den Workflow beim Festlegen der Perspektive optimiert. Dazu ist der Kopf sehr kompakt gehalten, was natürlich ebenfalls für das Ausrichten und schnelle Arbeiten von Vorteil ist.


Mein Eindruck

Das Stativ fühlt sich wertig an, die Verarbeitung ist rolleitypisch gut und man kann nach dem Auspacken direkt loslegen. In der Packung liegen neben einer Tasche auch 2 Inbusschlüssel, um das Stativ zu zerlegen bzw. Schrauben nachzuziehen. Wer diese noch nicht hat, bekommt entsprechend alles nötige Werkzeug, um lange Spaß am Easy Traveler zu haben. Das Stativ lässt sich leicht aus der Transportposition umklappen, die Hebel zum Lösen der Beinsegmente sind ebenfalls top verarbeitet. Das Packmaß von 50cm finde ich grenzwertig, wenn es sich offenbar um ein Travel-Stativ handelt, da das beim Handgepäck schon am oberen Limit ist. Rollei hat scheinbar die Stabilität durch verlängerte "Haupt"-Beine maximiert, wodurch die dünneren innenliegenden Beinsegmente nicht mehr so weit ausgefahren werden müssen. Durchaus sinnvoll, da das die Schwachstellen bei widrigen Verhältnissen sind, besonders dann, wenn sie sehr dünn sind. Dennoch kommt so das Packmaß von knapp über 50cm zustande. Im Vergleich: Mein Lion Rock "Traveler" ist nochmal etwas stabiler und dennoch mehrere Zentimeter kürzer. Dafür bringt es eben ein paar Gramm mehr auf die Waage.


Jetzt habe ich die Stabilität schon angesprochen: Ich bin positiv überrascht! Während meines Tests hatte es auf dem Heidelberger Schloss einen kleinen Herbststurm gegeben, sodass ich überraschender Weise ideale Voraussetzungen für einen relativ realistischen Test hatte. Meine Nikon Z 7 II war mit L-Winkel und dem großen Z 70-200mm f2.8 in keinem Moment am Wanken, ganz egal in welcher Position ich das Stativ ausgerichtet hatte. Rollei hat hier für ein Traveler-Stativ gute Arbeit geleistet. Klar kann es nicht mit dem Lion Rock mithalten, bei dem alleine die Verschlüsse und der Kugelkopf einfach nochmal etwas massiver und sicherer sind und die Beine sind im Vergleich zu einem Rock Solid natürlich fragiler, aber die Kompromisse muss man eben bei einem Stativ fürs Reisen machen. In 95% der Fälle wird die Stabilität völlig ausreichen und wer sich an stürmische Küsten wagt, der geht meist absichtlich zum Fotografieren dort hin und hat entsprechend eine andere Packliste als ein ambitionierter Hobby-Fotograf im Urlaub. Denn genau da sehe ich den Einsatzzweck des Easy Traveler: Es ist dank der Umbaufunktion, dem Smartphone-Gimmick und den Packmaßen bzw. dem Gewicht sehr flexibel und bringt dank dem gelungenen Kugelkopf und dem Material auch die nötigen Eigenschaften für einen Einsatz mit professioneller Ausrüstung wie Filtern oder schwerem Equipment mit. Klar hat es Grenzen - etwa bei den meiner Meinung nach nicht sonderlich geeigneten Spikes (zu flach), den auf den zweiten Blick etwas (zu) einfach verarbeiteten Beinwinkel-Arretierungen und dem kompakten Kugelkopf, der mich am Beginn des Tests erstmal zum Rätseln brachte, wie ich die Kugel wirklich "frei" bewegen kann.


Zum Schluss die Frage: Kann ich es empfehlen? Ja definitiv, das sollte nun auch ersichtlich geworden sein. Ich persönlich würde definitiv zum XL raten, da ich einfach ein Freund von einer angenehmen Arbeitshöhe bin, ohne die Mittelsäule auszuziehen, was die Stabilität zu sehr einschränkt. Das Rot ist übrigens echt schön - anfangs war ich etwas enttäuscht, nicht das Graue geschickt bekommen zu haben, aber es ist mal etwas anderes und da es nur wenige Stativteile schmückt, geht es wirklich. Ich werde das Easy Traveler auf jeden Fall erstmal behalten und weiter testen. Bis dahin könnt ihr euch gerne selbst ein Bild machen. Bei der Bestellung im Rollei-Shop gibt es nämlich mit dem Code "BennoxEasy" 15% Rabatt! Der Code ist bis 25.10.2023 gültig und auf die gesamte Easy Traveler Serie anwendbar. Er kann nicht mit weiteren Codes oder Aktionen bei im Shop kombiniert werden. Darüber hinaus ist es nicht möglich, den Rabatt bar auszuzahlen oder auf bereits getätigte Bestellungen nachträglich anzuwenden.


Hinweis: Das Stativ habe ich von Rollei kostenfrei erhalten. Der Erfahrungsbericht stellt dennoch meine persönliche Meinung dar. Am Kauf über den Link verdiene ich nichts, es handelt sich nicht um Affiliate-Links. Du möchtest wissen, worauf es generell beim Kauf von Stativen ankommt bzw. welche Stative ich dir außer dem Easy Traveler empfehlen kann? Dann schau doch mal in den unten verlinkten Artikeln vorbei!






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