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TAMRON 10-24mm f3.5-4.5 Di II VC HLD

Aktualisiert: 11. Nov 2020

Infos zu Weitwinkel- bzw. Ultraweitwinkel-Objektiven und Erfahrungsbericht für das Tamron Ultra-Weitwinkel-Objektiv mit Nikon F-Mount.


Besonders im Landscape-, aber auch im Cityscape-Bereich ist es oft von Vorteil, eine möglichst weite Perspektive zu haben - also besonders viel auf das Bild zu bekommen. Einen besonders großen (=weiten) Bildwinkel erreicht man mit Brennweiten unterhalb von 35mm. Unterhalb von ca. 20mm spricht man von Super- oder auch Ultraweitwinkel-Objekitven. Neben der Tatsache, dass man einfach mehr auf dem Bild hat, führt der mit den kurzen Brennweiten verbundene größere Bildwinkel zu dem Effekt, dass die aufgenommenen Motive besonders im Randbereich verzerrt werden. Dieser Effekt ist zum Teil erwünscht, etwa bei Fisheye-Objektiven, die für eine runde Verzerrung sorgen - gerade Linien werden dadurch gebogen. Manchmal möchte man diese Effekte jedoch nicht, da sie zwar künstlerisch ansprechend und perspektivisch beeindruckend sind, jedoch der menschlichen Wahrnehmung fremd sind. Sind die Verzerrungen nur mäßig ausgeprägt, kann eine Beseitigung durch eine Objektivkorrektur mittels Software erfolgen, das klappt mit Lightroom ziemlich gut!

Nachdem ich mein intensiv genutztes Tokina AF 11-16mm f2.8 Pro DX II (Erfahrungsbericht hier) verkauft habe, musste natürlich schnell eine (bessere) Alternative her. Meinen Erfahrungsbericht zum getesteten Sigma 10-20mm f3.5 EX DC HSM könnt ihr hier lesen. Zur Auswahl stand auch das Tamron 10-24mm f3.5-4.5 Di II VC HLD, für das ich mich schlussendlich entschieden habe.


Tamron 10-24mm f3.5-4.5 Di II VC HLD

Preis: ca. 450€

Technische Daten:

  • Brennweite: 10-24mm

  • Lichtstärke: 3,5-4,5

  • Naheinstellgrenze: 24cm

  • Filtergröße: 77mm

  • Gewicht: 440g




Auch das Tamron ist ein kompaktes Ultraweitwinkel-Objektiv, das verglichen mit dem Tokina und dem Sigma den größten Brennweiten-Umfang hat. Dieser reicht von 10 bis 24mm, berechnet man den Crop-Faktor von 1,5 an meiner Nikon D500 (APSC-Format), entspricht das 15 bis 36mm. Das macht die Linse um einiges flexibler als das Tokina. Denn besonders im Cityscape-Bereich und in der Streetfotografie nutzte ich gerne mein Sigma 17-50 f2.8 (Erfahrungsbericht hier), damit man auch mal etwas näher an die Motive kommt. Städte sind abwechslungsreich, sodass ich häufig am Wechseln war. Mit dem Tamron passiert mir das nun nicht mehr, denn die 24mm (36mm) reichen für viele Zwecke aus. Einzig die nicht so weit zu öffnende Blende ist ein Dämpfer. Denn gerade bei 24mm (36mm) geht sie nur bis 4,5 auf - um Street-Szenen schön freizustellen, ist eine offenere Blende besser. Auch verlängert sich bei schlechtem Licht zwangsläufig die Verschlusszeit, doch nur bedingt. Denn das Tamron hat einen Bildstabilisator, der es mir bei ruhiger Hand erlaubt, auch mal mit 1/40 Sekunde zu belichten und dabei nicht zu verwackeln.



Auch das Tamron ist ein AF-Objektiv, der Autofokus lässt sich bequem per Schalter am Objektiv an- und abschalten und er ist sehr präzise. Ich habe das Objektiv erst einige Wochen in Benutzung, doch bisher bin ich vollends zufrieden. Vor allem im Hinblick darauf, dass der AF des Tokina der Hauptgrund meines Wechsels war. Die Schärfe an sich ist der neuen Tamron-Serie und dem verbauten HLD-Motor entsprechend ausgezeichnet, auch mit manuellem Fokus, der sich präzise mit dem Fokusring setzen lässt, erziele ich super scharfe Bilder, egal bei welcher Blende. Die Tiefenschärfe ist besonders ab Blende 8 um einiges besser, als ich es vom Tokina gewohnt war. Insofern erfüllt das Tamron genau die Anforderungen, die ich an meine Alternative gestellt hatte. Und alleine die Optik und Haptik des Tamron machen Freude und zeigen, dass ich mir hier nichts verkehrtes gekauft habe.


Heidelberg im Frühling, hier war das Tamron das erste Mal im Einsatz.


Man sollte noch erwähnen, dass Tamron bei diesem Objektiv einen Volltreffer gelandet hat, da es wirklich gute Ergebnisse bringt, sofern es richtig justiert ist. Damit ist kein Front- oder Backfokus gemeint, der sich mittels Kamera oder der Tamron Tap-In-Konsole justieren lässt. Scheinbar kommt es gelegentlich vor, dass Objektive ab Werk eine Dezentrierung aufweisen, sodass bspw. die linke Bildseite leicht unscharf wirkt, während die rechte Seite scharf ist. Tatsächlich war das auch bei dem von mir georderten Exemplar der Fall, sodass ich das erste Mal mit dem technischen Support von Tamron in Kontakt kam. Die Justierung wurde sehr zügig bei einer Vertragswerkstatt durchgeführt und nach einer guten Woche hielt ich mein neues, perfekt justiertes Weitwinkel-Objektiv in den Händen, mit dem viele tolle Bilder folgen werden.


Die leere Heidelberger Altstadt während der blauen Stunde. Auch dieses Bild entstand im Test-Shooting nach der Justierung.


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