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TOKINA AF 11-16mm f2.8 Pro DX II

Aktualisiert: 11. Nov 2020

Infos zu Weitwinkel- bzw. Ultraweitwinkel-Objektiven und Erfahrungsbericht für das Tokina Ultra-Weitwinkel-Objektiv mit Nikon F-Mount.


Besonders im Landscape-, aber auch im Cityscape-Bereich ist es oft von Vorteil, eine möglichst weite Perspektive zu haben - also besonders viel auf das Bild zu bekommen. Einen besonders großen (=weiten) Bildwinkel erreicht man mit Brennweiten unterhalb von 35mm. Unterhalb von ca. 20mm spricht man von Super- oder auch Ultraweitwinkel-Objekitven. Neben der Tatsache, dass man einfach mehr auf dem Bild hat, führt der mit den kurzen Brennweiten verbundene größere Bildwinkel zu dem Effekt, dass die aufgenommenen Motive besonders im Randbereich verzerrt werden. Dieser Effekt ist zum Teil erwünscht, etwa bei Fisheye-Objektiven, die für eine runde Verzerrung sorgen - gerade Linien werden dadurch gebogen. Manchmal möchte man diese Effekte jedoch nicht, da sie zwar künstlerisch ansprechend und perspektivisch beeindruckend sind, jedoch der menschlichen Wahrnehmung fremd sind. Sind die Verzerrungen nur mäßig ausgeprägt, kann eine Beseitigung durch eine Objektivkorrektur mittels Software erfolgen, das klappt mit Lightroom ziemlich gut!


Mein erstes Weitwinkel-Objektiv an der Nikon D5500 war ein Ultraweitwinkel-Objektiv:

Tokina AF 11-16mm f2.8 Pro DX II

Preis: ca. 475€

Technische Daten:

Brennweite: 11-16mm

Lichtstärke: 2,8

Naheinstellgrenze: 30cm

Filtergröße: 77mm

Gewicht: 550g




Das Tokina ist lichtstark, die maximale Blendenöffnung von 2.8 ist durchgehend, also unabhängig von der Brennweite. Das Objektiv ist mit einem integrierten Autofokus-Motor ausgestattet, es ist auch eine Fokusskala angebracht, die das manuelle Fokussieren erleichtert. Zwischen AF und MF lässt sich am Objektiv durch Schieben des Fokusrings umschalten. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig und hat mir im Nachhinein nicht gut gefallen, da man dabei leicht den Fokus verändert.


Die Brennweite und der damit verbundene Bildwinkel sind sehr beeindruckend. Vor dem Tokina kannte ich nur das Kit-Objektiv von Nikon (18-55mm) - der Unterschied zwischen 11mm und 18mm ist wirklich groß! Denn man muss auch bedenken, dass man durch das APSC-Format der D5500 bzw. auch meiner aktuellen D500 einen Crop-Faktor von 1,5 hat. Somit kommt man beim Tokina auf maximal 16,5mm, die 18mm des Nikkor Kit-Objektivs entsprechen 27mm.

So bin ich glücklich und jedes Mal aufs neue fasziniert mit dem Tokina unterwegs gewesen und habe damit innerhalb von ca. 2 Jahren bestimmt 20.000 Bilder gemacht. Irgendwann war es dann Zeit, umzurüsten, denn innerhalb dieser 2 Jahre wurden mir einige Schwachstellen immer lästiger. Da war zum einen die seltsame Lösung für das Umschalten zwischen AF und MF. Generell war der Fokusring sehr leichtgängig, sodass man schnell mal aus Versehen den manuellen Fokus veränderte, was unschöne Folgen haben kann, wenn man diesen in der Dunkelheit nicht regelmäßig mittels Live-View überprüft. Und auch der Autofokus saß für meinen Geschmack zu häufig nicht richtig, sodass ich mit dem Tokina relativ viel Ausschuss produzierte und mir einige tolle Perspektiven auf der Festplatte nicht völlig scharf vorliegen. Zuerst dachte ich, dass ich ein Montagsmodell erwischt habe, weshalb ich mein Exemplar umgetauscht habe. Doch auch das Ersatz-Objektiv fokussierte nur im Glücksfall korrekt.


Besonders im Bereich Cityscape / Architektur hat das Tokina seine Stärken. Es ist einfach unglaublich, was alles aufs Bild passt und welche Wirkung die Perspektiven entfalten. Das Bild hier ist in Frankfurt entstanden, an der Nikon D5500 bei 11mm und Blende f/13. Manuell fokussiert, etwa 1,5 Sekunden belichtet.
















Mit der Zeit steigen die Ansprüche an die Qualität der Bilder, daher dann auch der Umstieg auf die D500, die ja den selben Autofokus wie die D5 hat - also einen fantastischen. Doch auch hier blieben erhoffte Verbesserungen aus, sodass ich mich dann schnell vom Tokina trennte. Resümierend bin ich trotzdem froh, mir dieses Weitwinkel-Objektiv gekauft zu haben, denn die zahlreichen Bilder sind auf jeden Fall nicht schlecht und haben vor allem dafür gesorgt, dass ich die Liebe zur Landschafts- und Stadtfotografie entwickelt bzw. gefestigt habe.

Eins meiner Lieblingsbilder, das ich mit dem Tokina aufgenommen habe. Bodennahe Fotos machen mit Ultra-Weitwinkel-Objektiven richtig Spaß und diese Perspektive lässt das Motiv (hier Heidelberg) noch einmal ganz anders wirken. Aufgenommen wurde es bei 11 mm bei Blende 5,6 - ohne Stativ....


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