• Benno

TAMRON 70-210mm f4 Di VC USD

Aktualisiert: 11. Nov 2020

Mein Erfahrungsbericht zur 70-200 2.8 Alternative - mein "Hunde-Tele" zum Einstieg.


Wer Sport-Fan ist oder schon einmal versucht hat, Tiere zu fotografieren, weiß, dass man beim Fotografieren teilweise eine große Entfernung zum Motiv hat. Wenn ich den Hund noch auf dem Bild erkennen will, muss ich entweder hinterherrennen oder ich nutze ein Objektiv mit Brennweiten im Tele-Bereich. Hat das noch einen großen Zoom-Bereich, kann ich mich in Ruhe positionieren und das Motiv flexibel verfolgen - eine schöne Freistellung ist durch die Entfernung ebenfalls garantiert. Doch schaut man sich mal die Auswahl an Teleobjektiven an und vernachlässigt die schlechten Reise-Super-Zooms, die nicht nur für die Tierfotografie völlig unbrauchbar sind, bewegt man sich schnell im vierstelligen Bereich.


Zur Auswahl stehen dann Objektive wie das Nikkor AF-S 70-200 2.8, das Tamron 70-200 2.8 G2 oder das Sigma 70-200 2.8 Sports. Das günstigste kostet immer noch knapp 1200€ - für mich als Student (zu) viel Geld. Entweder gebraucht kaufen oder nach einer Alternative umsehen dachte ich mir und so bin ich auf das Tamron 70-210mm f4 Di VC USD gestoßen.


Tamron 70-210mm f4 Di VC USD

Preis: ca. 450€

Technische Daten:

  • Brennweite: 70-210mm

  • Lichtstärke: 4

  • Naheinstellgrenze: 95cm

  • Filtergröße: 67mm

  • Gewicht: 860g



Der Preisunterschied fällt gewaltig aus, aber der lässt sich vor allem durch die abweichende Lichtstärke erklären. Eine maximale Blendenöffnung von 4 ist im Vergleich zu den Objektiven mit 2.8 ein deutlicher Nachteil, besonders für die Hunde- und Sportfotografie, in der eine kurze Verschlusszeit das A und O ist. Warum also habe ich mich doch entschieden, das 70-210 zu kaufen?

Das Tamron ist mit seiner geringeren Lichtstärke einfacher konstruiert, was sich auch im Gewicht bemerkbar macht. Ein "echtes" 70-200 2.8 wiegt etwas und bei einem langen Shooting-Tag kann man sich sicher sein, dass man am nächsten Tag in den Armen etwas merkt. Doch das Gewicht war nicht der ausschlaggebende Punkt. Die Lichtstärke brauche ich, wie bereits gesagt, um schön freizustellen und kurze Verschlusszeiten zu bekommen - unerlässlich bei sich bewegenden Motiven. Schön freistellen kann ich bei dieser Brennweite auch mit f4 wunderbar - das Bokeh ist wunderschön - hier vermisse ich also nichts. Einen Hund fotografiere ich in Bewegung mit 1/800 bis zu 1/2500 Sekunden. Das geht auch bei einem Objektiv mit f2.8 nur am Tag und nicht im Schatten. Mit der Blende beim Tamron bin ich auf gutes Licht angewiesen, ohne machen die Bilder auch wenig Sinn, insofern ist das nicht tragisch bzw. schwer umsetzbar. Gleichzeitig arbeitet im Tamron auch ein sehr zuverlässiger Bildstabilisator, der es mir in einigen Situationen ermöglicht, etwas länger zu belichten. Das trifft zwar nicht auf die Hundefotografie zu, denn der Bildstabilisator verlangsamt mir den Sprung des Hundes nicht. Aber mir war es auch wichtig, das Objektiv für Portraits bei Menschen bzw. für außergewöhnliche Perspektiven im Bereich Cityscape bzw. Landscape zu nutzen.


Perfektes Licht, die richtige Perspektive und der Hund in Bewegung - ein tolles Foto von Fiete, aufgenommen mit 1/2000 bei 70mm.


Ausgezeichnete Schärfe und ein treffsicherer Autofokus, dieses Bild entstand aus dem fahrenden Auto heraus.


Das Tamron besitzt in seiner Klasse die geringste Naheinstellgrenze, Makro-Aufnahmen, wie hier im Wald sind also ein Kinderspiel. Und das Bokeh spricht auch für sich...


Ich habe also mit dem Tamron eine Alternative gefunden, die mich umgehauen hat, denn für den Preis bekomme ich ein Tele-Objektiv, das es mit den ganz großen aufnehmen kann. Für die Hundefotografie ist es perfekt geeignet. Natürlich bin ich mit einer offeneren Blende flexibler, aber den Einstieg in die Fotografie mit bewegten Motiven meisterte ich mit dem Tamron. Es ist durch den Crop-Faktor sehr praktisch, um auch in der Landschafts- bzw. Stadtfotografie Details aufzunehmen und hat eine erstklassige Abbildungsleistung, wie du auf den Bildern sicher gesehen hast.


Und trotzdem habe ich es nach nur wenigen Monaten verkauft - zum einen, weil ich durch das Tamron vermehrt Aufträge für Hunde-Shootings bekam und mir dadurch mehr leisten konnte und wollte, zum anderen weil ich ein unschlagbares Angebot für das Sigma 50-100 1.8 Art HSM bekommen habe - eine erhebliche Verbesserung hinsichtlich Blende und nochmal ein Quäntchen mehr Schärfe - doch dazu lest ihr am besten meinen Erfahrungsbericht.


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