• Benno

Nikon D500

Aktualisiert: Sept 9

Mein Erfahrungsbericht für die Nikon D500, meine derzeitige Kamera, das Arbeitstier und das Flaggschiff im APS-C-Bereich...


Meinen Einstieg in die Welt der (ambitionierten) Fotografie hat die Nikon D5500 begleitet, meinen Erfahrungsbericht gibt es hier. Irgendwann war ich kein Anfänger mehr und auch mein Anspruch an die Leistungsfähigkeit hatte sich erhöht. Wenn man sich mit Kameras und allem, was dazugehört auskennt, dann fällt die Wahl der neuen Kamera keinesfalls leichter. Schlussendlich habe ich mich entschieden, die Nikon D500 zu kaufen und habe es nicht bereut. Was mich dazu bewegt hat, möchte ich in diesem Beitrag zeigen.

Besonders mit dem Sigma ART 50-100mm f1.8 macht die D500 unfassbar viel Spaß - die Bilder sind ein Traum und trainierte Oberarme bekommt man auch - zusammen schleppt man über 2,5 Kilogramm durch die Gegend...


Die Nikon D500 ist - wie die D5500 - eine Kamera mit APS-C-Sensor, also kein Vollformat. Alleine diese Entscheidung hat mehrere Wochen gebraucht. Denn Vollformatsensoren sind besser, ohne Frage. Dennoch blieb ich beim APS-C, denn einerseits hatte ich hierfür meine ganzen Objektive, sodass ich mir den Umstieg kaum hätte leisten können. Andererseits hatte ich gerade begonnen, mich mehr mit der Hundefotografie zu beschäftigen und hier ist eine APS-C-Kamera sehr vorteilhaft. Welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Sensoren haben, kannst du auch in meinen Beiträgen zu DSLR und DSLM für Hundefotografie nachlesen. Der Crop-Faktor ist sehr hilfreich, was den Tele-Bereich betrifft und für die Landscape- und City-Fotografie sind Ultra-Weitwinkel-Objektive auch genügend vorhanden. Gleichzeitig sind sie bezahlbar, was ein relevanter Faktor war, denn als Student ist das Budget knapp. Vollformat wäre toll gewesen, besonders für die Landschaftsfotografie, aber um die Voraussetzungen für die Hundefotografie erfüllen zu können, hätte ich Kameras gebraucht, die jenseits der 2000€ liegen, den Objektivpark umzurüsten hätte mich bestimmt weitere 5000€ gekostet. Lange Rede kurzer Sinn, es wurde APS-C und dafür allerdings das beste Modell, was es in diesem Bereich gab und weiterhin gibt.

210mm mal 1,5 (Crop-Faktor) = 315mm. Mit dieser Brennweite wäre ich im Vollformat um einiges ärmer und hätte ein Einbeinstativ mitnehmen müssen...


Die D500 hat "nur" 20,9 Megapixel, diese reichen mir aber auch für die Landschaftsfotografie völlig aus, gleichzeitig nimmt sie 10 Bilder pro Sekunde auf, was für die Hundefotografie nicht zwingend nötig, aber sehr hilfreich ist. Besonders hervorzuheben ist, dass sie diese Serienbildrate mit der passenden Speicherkarte unbegrenzt durchhält, daher ist sie auch für Wildlife perfekt geeignet und hier das Maß der Dinge. Für die Hundefotografie ebenfalls wichtig und der ausschlaggebende Punkt für die Kaufentscheidung: Der Autofokus. Diesen hat die D500 von der D5 übernommen, die D5 ist DIE Profikamera von Nikon - das beste was man bekommen kann, sofern es der Geldbeutel hergibt. Der Autofokus ist sensationell schnell und verfügt über 153 Messfelder, da konnte die D5500 mit 39 Punkten einstecken.

Ich liebe dieses Bild, der Fokus on point. Und: Ich hab noch ein "paar" andere Millisekunden aus dieser Serie auf der Festplatte verewigt, der Fokus sitzt IMMER, egal wie schnell Fiete rennt.


1500€ kostet sie (nur Body) - obwohl sie schon 2016 rauskam, der Preis blieb gleich und wird es auch weiterhin bleiben, da es kein vergleichbares Modell - auch von anderen Herstellern - gibt. Was mir auch gefällt ist das Handling, denn die Verarbeitung ist sehr wertig und die D500 passt perfekt in meine Hände. Sie ist nicht die leichteste und kleinste, besonders im Vergleich zur D5500, aber das bereitet mir keine Probleme, im Gegenteil mag ich es, etwas "in der Hand zu haben". Außerdem ist sie extrem robust, hält auch mal ein paar Tropfen aus und ist eben ein echtes Arbeitstier, im Gegensatz zu den filigranen DSLM-Modellen, die ich auch in der näheren Auswahl hatte. Das Display ist größer und höher auflösend, als bei der Nikon D5500, dafür kann man es nur neigen und klappen, nicht drehen. Das vermisse ich sehr, ist aber der Robustheit geschuldet, die bei der D500 im Vordergrund steht - man gewöhnt sich daran...

Sie kann Stadt! Dieses Bild ist in Dubai entstanden, direkt an der Marina. Auflösung und Schärfe sind umwerfend, obwohl ich es leicht zugeschnitten habe.


Am Anfang schrieb ich, dass ich den Kauf nicht bereue. Das stimmt nur so halb, denn recht schnell habe ich gemerkt, dass die D500 die perfekte Wahl ist für die Hundefotos, die ich immer mehr mache. Nicht ideal, aber dennoch wirklich gut, ist sie für den Rest, den ich mache - Landschaften und Städte möchte ich eigentlich höher aufgelöst auf der Speicherkarte haben, ich möchte einen rauschärmeren Sensor, der bspw. auch gut für die Astro-Fotografie eingesetzt werden kann. All das kann die D500, aber ein Vollformatsensor kann es besser. Deshalb bereue ich die Entscheidung nicht, schlechter als die D5500 performt die D500 nämlich in keinem Bereich, aber ich habe mir einen Wunschzettel geschrieben... Eines Tages, wenn du bei mir im Shop großzügig eingekauft hast oder ein paar Kurse gebucht hast, eines Tages wird eine Vollformatkamera einziehen und zwar als Ergänzung zur D500...

Solche Bilder gehen noch, viel dunkler darf es nicht sein bzw. kommt man nicht um Belichtungsreihen herum. Sofern nicht überbelichtet wird, rauschen die Tiefen zu stark, um das korrigieren zu können...


Die D500 - meine absolute Empfehlung für dich als HundefotografIn, sofern du bereits über den Status des Anfängers hinaus bist und entweder das nötige Kleingeld für eine zusätzliche Vollformatkamera hast, oder oben genannte Schwächen für dich (auch) kein Problem darstellen. Wenn du meinst, einen Allrounder zu bekommen, der alles optimal kann, dann bewegst du dich schnell in Preisregionen, die über den Hobbybereich hinausgehen. Insofern stellt die D500 die Grenze dar, für Hunde und Wildlife / Sport perfekt, bezahlbar und dennoch auch fähig, mehr damit zu machen.


Landschaft mit der D500? Landschaft mit der D500!

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